≡ Menu

Fiskalpolitik Definition

Der Begriff Fiskalpolitik bezeichnet den Einsatz finanzpolitischer Werkzeuge für konjunktur- und stabilitätspolitische Ziele.

Fiskalpolitik soll die gesamtwirtschaftliche Nachfrage im Sinne wirtschaftlicher Prosperität steuern.

Ist die volkswirtschaftliche Nachfrage, gemessen an den Produktionsmöglichkeiten der Gesamtwirtschaft, zu gering, soll der Staat Nachfrageimpulse geben, indem er mehr ausgibt oder Steuern bzw. Abgaben senkt und sich dafür notfalls auch stärker verschuldet.

Ist die volkswirtschaftliche Nachfrage, gemessen an den Produktionsmöglichkeiten der Gesamtwirtschaft, zu hoch, soll der Staat die Nachfrage reduzieren, indem er weniger ausgibt oder Steuern bzw. Abgaben erhöht und Schulden tilgt bzw. Rücklagen bildet (Konjunkturausgleichsrücklage).

Ideengeschichtlich ist die Fiskalpolitik stark inspiriert von John Maynard Keynes’ Thesen zu Einkommen und Beschäftigung. In Deutschland hat sie ins Stabilitätsgesetz Eingang gefunden.